|
"Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt.
Warum vergessen wir das nur so oft?" Überlieferte Kräuterrezepturen kommen wieder ans Tageslicht, uralte Klostermedizin gewinnt erneut an Bedeutung. Die Werke der Hildegard von Bingen aus dem 11. und 12. Jahrhundert werden wieder gelesen, die Lehren des Paracelsus ebenso ernst genommen wie die des Sebastian Kneipp. Und nicht nur in der eigenen Tradition findet man Gedanken über Gesundheit und Wohlbefinden, sondern auch in anderen Kulturkreisen. Auf den ersten Blick scheint es verwunderlich, dass sich ausgerechnet im neuen Jahrtausend viele Menschen zurückbesinnen, einen scheinbaren Rückschritt unternehmen und eine naturgemäße Lebensweise anstreben. Doch beim zweiten Hinsehen wird dieses Verhalten schnell verständlich: Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende lang hat sich der Mensch aus der Natur bedient und reichlich Erfahrungen gesammelt. Erst seit gerade einmal etwas mehr als 100 Jahren ist man in der Lage, synthetische Medikamente herzustellen. Auch mit ihnen haben Patienten Erfahrungen gemacht, und manche Arznei, von der man sich große Wirkungen erhoffte, entfaltete noch größere unerwünschte Nebenwirkungen. Oft zeigt die moderne Lebensweise Belastbarkeitsgrenzen auf. |